Angelus Novus (DE)

Ich hatte schon immer eine Vorliebe für die Arbeiten von Paul Klee. Diesen Sommer konnte ich das seinem Werk gewidmete Kulturzentrum in Bern besuchen.
Ich sah eine sehr schöne Ausstellung von Klee’s Arbeiten über Pflanzen, “In Paul Klees Zaubergarten”.
Und ich sah “Lost Paradise – Der Blick des Engels”, eine Ausstellung von Arbeiten diverser KünstlerInnen, die Walter Benjamin’s Interpretation von Klee’s Bild “Angelus Novus” als Ausgangspunkt nimmt.
Das erinnerte mich an meine Faszination mit Benjamin’s Schriften. Ich habe nur wenig davon gelesen, aber ich habe einige Lieblingsstücke, wie das Angelus Novus Zitat und einige Stücke aus der “Berliner Kindheit”.

„Es gibt ein Bild von Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen und seine Flügel sind ausgespannt. Der Engel der Geschichte muss so aussehen. Er hat das Antlitz der Vergangenheit zugewendet. Wo eine Kette von Begebenheiten vor uns erscheint, da sieht er eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft und sie ihm vor die Füsse schleudert. Er möchte wohl verweilen, die Toten wecken und das Zerschlagene zusammenfügen. Aber ein Sturm weht vom Paradies her, der sich in seinen Flügeln verfangen hat und so stark ist, dass der Engel sie nicht mehr schliessen kann. Dieser Sturm treibt ihn unaufhaltsam in die Zukunft, der er den Rücken kehrt, während der Trümmerhaufen vor ihm zum Himmel wächst. Das, was wir den Fortschritt nennen, ist dieser Sturm.“ (Walter Benjamin)